|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Traumberuf Messemanager - Organisationstalente hinter den Kulissen"Entweder man liebt den Beruf oder man hasst ihn. Es gibt kein Dazwischen", meint Denis Steker, Messemanager bei der Koelnmesse. Messemanager sind die treibende Kraft im Hintergrund einer Messeveranstaltung und müssen auch in hektischen Phasen kühlen Kopf bewahren. Logistische und organisatorische Fähigkeiten sind für diesen Beruf unerlässlich. "Ich muss in meinem Job sehr viel organisieren, koordinieren und terminieren", bestätigt Steker. Gute Marktkenntnisse, Belastbarkeit und Flexibilität, um direkt auf neue Situationen reagieren zu können, sind die Voraussetzungen für gute Arbeit. Dazu gehört auch, dass man sich in die Fachbereiche der zu organisierenden Messe einarbeitet und kompetenter Ansprechpartner für die Aussteller ist. " Auf den Messen, für die ich zuständig bin, betreue ich bis zu 350 Aussteller. Diese Vielseitigkeit macht den Beruf so attraktiv. Man ist quasi Spezialist für das Generelle und muss über Fachwissen aus verschiedensten Branchen verfügen," meint Steker. Bei Vorbereitungszeiten von bis zu zwei Jahren bedarf es einer guten Übersicht und in den Endphasen auch oft spontaner, unkonventioneller Lösungen. "Egal wie lange die Vorbereitungen für eine Messe laufen, am Ende zählt nur das Ergebnis. Da muss man pragmatisch bleiben und wenn es nicht anders geht auch mal selbst Hand anlegen und Regale aufbauen oder Teppiche verlegen", erzählt der Messemanager. Der Weg in den Beruf Denis Steker begann seine Karriere wie viele seiner Kollegen mit einem BWL-Studium. "Kaufmännische Kenntnisse sind in dem Beruf ebenso wichtig wie Kommunikationsstärke und Kenntnisse in Fremdsprachen", meint er. Die Branche meldet großen Bedarf an akademisch ausgebildeten Führungskräften. Das Institut für Messewirtschaft und Distributionsforschung an der Universität zu Köln ist eine der wenigen Einrichtungen, die Messeprofis ausbilden. Dabei ist das Ausbildungsangebot des Instituts universitär einzigartig. "Unsere Absolventen sind in der Branche sehr gefragt. Die praxisnahe Ausbildung, die es unseren Studenten ermöglicht, schon während des Studiums Kontakte zu den Messegesellschaften und messeaffinen Firmen zu knüpfen, machen den Einstieg ins Berufsleben leicht", sagt Professor Werner Delfmann, Mitglied des Vorstands des Instituts für Messewirtschaft und Distributionsforschung. Das Fach Messewirtschaft ist ein Wahlbereich, der nach dem Abschluss des Vordiploms eines wirtschafts- oder sozialwissenschaftlichen Studiums von den Studierenden belegt werden kann. "Das Management von Messen erfordert darüber hinaus auch interkulturelles und interdisziplinäres Denken. Beides ist durch Theorie allein schwer zu vermitteln, weshalb wir einen Schwerpunkt auf die praktische Ausbildung unserer Studenten setzen. Die räumliche Nähe zur Koelnmesse ist dafür natürlich von großem Vorteil", sagt Delfmann. Dass das Fach Messewirtschaft kein Examensfach ist, sieht er nicht als Nachteil. "Die freiwillige Spezialisierung der Studenten zeigt im Gegenteil, dass hier wirkliches Interesse und überdurchschnittliches Engagement vorhanden ist." Es gibt keinen typischen Alltag Wesentliche to do's in der Vorbereitung einer Messe, jeweils mit Start nach der Vorveranstaltung
Insbesondere durch die doch recht große Zeitverschiebung nach Asien (sieben Stunden vor Deutscher (Arbeits-)Zeit und in die USA sechs bis acht Stunden nach unserer Zeit) können die Kollegen oder auch Kunden / Dienstleister auf den anderen Erdteilen in der Nacht in Deutschland auf Probleme aufmerksam werden bzw. sich Rückfragen ergeben, die dann während der Nacht bei Denis Steker auflaufen. "Oft bin ich dann einen ganzen Vormittag beschäftigt, zunächst mit meinem Team diese eMails zu beantworten, bevor wir uns den "geplanten Tagesaufgaben" zuwenden können." Da auch die unterschiedlichen Vorbereitungsphasen der verschiedenen Messen jede Woche andere Schwerpunkte verlangen, lässt sich ein typischer Tagesablauf kaum skizzieren - es ist vielmehr eine Messe-historische Entwicklung, die über die Monate reift. So könnte ein Arbeitstag eines Messemanagers aussehen. 8.30 Uhr - eMails der vergangenen Nacht prüfen und bearbeiten, dringende Anrufe nach Fernost Autorin: Eva Mispelbaum |
||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zurück Artikel empfehlen Drucken Newsletter bestellen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||