Denn für Firmen hat es handfeste Vorteile, zukünftige Absolventen früh an sich zu binden - egal ob mit Praktika, Recruiting-Events oder Hochschul-Kontaktprogrammen: Wenn eine Stelle frei wird, haben sie sofort passende Kandidaten bei der Hand und sparen dadurch Zeit und Geld.
Die Studenten hingegen gewinnen einen Zeitvorsprung. Sie haben unter Umständen schon ihre Einstiegs-Position gefunden, während die Kommilitonen noch an der Diplomarbeit feilen. Denn wer sich eine Stelle sichert, bevor sie ausgeschrieben wird, kommt ohne Wettbewerb ins Ziel.
Vorteile durch frühes Kennenlernen
Arbeitgeber lernen zukünftige Mitarbeiter gerne während ihrer Studienzeit kennen. Denn die Persönlichkeit eines Menschen, dessen Entwicklung sie schon einige Zeit beobachtet habe, können sie viel genauer beurteilen, als wenn sie nur seine Bewerbungsmappe lesen.
Ob ein Kandidat konstruktiv, dialogfähig und dynamisch ist, lässt sich fast ausschliesslich im persönlichen Kontakt herausfinden. Studenten können im Unternehmen also ihre Soft Skills unter Beweis stellen. Ausserdem lernen sie die Mitarbeiter, das Arbeitsklima und eventuell auch ihr zukünftiges Aufgabengebiet kennen. Beide Seiten können prüfen, ob die Chemie stimmt. Auf diese Weise sinkt die Gefahr, dass der erste Job ein Fehlschlag wird.
Frühzeitig die Fühler ausstrecken
Studenten sollten frühestens ab dem dritten oder vierten Semester, aber spätestens ein Vierteljahr vor dem Abschluss ihre Fühler in die Wirtschaftswelt ausstrecken. Da Examenskandidaten für Karriereplanung meist nicht den Kopf frei haben, sollten sie sich lieber schon vor der Diplomarbeit bei den Unternehmen melden. Wer zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, welche Stelle er anstrebt, kann auch einfach eine Reihe von Wunschgebieten angeben.
Ambitionierte Studenten sind in vielen Unternehmen willkommen. Trotzdem führt nicht jede Kontaktaufnahme zum Erfolg. Wer einige Grundregeln beachtet, verbessert seine Chancen, dass der Personalchef anbeißt.
Ersten Kontakt gut vorbereiten
Am wichtigsten ist es, im Vorfeld Informationen zu sammeln: Welche Produkte stellt das Unternehmen her oder welche Dienstleistungen bietet es an? Wem gehört es? An welchen Standorten ist es in Deutschland und international vertreten? In der Regel finden sich diese Angaben auf der Homepage oder in Broschüren, die oft online herunter geladen oder bestellt werden können.
Genauso müssen Studenten ihre eigene Motivation erklären können. Wer zum Beispiel gefragt wird, "Warum wollen Sie ausgerechnet in unserem Unternehmen ein Praktikum absolvieren? Und warum in der Marketing-Abteilung?", muss dafür eine plausible Antwort parat haben.
Studenten sollten sich ihrerseits kluge Fragen an das Unternehmen zurechtlegen. So können sie zeigen, dass sie sich kritisch mit der Firma auseinandergesetzt haben und in der Lage sind, Gespräche konstruktiv zu gestalten.
Autor: Michael Müller/Hobsons
StepStone kooperiert mit Hobsons und versorgt Studenten und Absolventen mit Informationen rund um Studienrichtung, Bewerbung und Berufseinstieg.
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