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Popmusik studieren
Universitäten und Berufsfachschulen bilden auch Pop- und Jazzmusiker aus
Man muß kein Superstar sein, um Popmusiker zu werden
Talent allein reicht auch bei weitem nicht aus, um in der Musikindustrie Fuß fassen zu können. Seit gut zwei Jahren läßt sich Popmusik sogar studieren: An der Mannheimer Pop-Akademie können künftige Stars und Sternchen einen international anerkannten Hochschulabschluß erwerben. Schwerpunkte des praxisorientierten Studiums sind Popmusikdesign und Musikbusiness. Der Studiengang Popmusikdesign deckt den künstlerisch-kreativen Bereich ab und ist für talentierte Komponisten, Songwriter, Texter, Sänger, Instrumentalisten und zukünftige Producer aus allen Bereichen der Popmusik gedacht. Das Studium Musikbusiness wurde für angehende Band- und Labelmanager, Marketingexperten und Existenzgründer konzipiert und beinhaltet eine Business-Ausbildung. Der dreijährige Bachelor-Studiengang richtet sich an junge Leute, die als Popmusiker, Produzent, Manager, Songschreiber oder auch DJ in die Pop-Industrie einsteigen wollen. Studienbeginn ist grundsätzlich im Wintersemester. Bewerbungsschluß ist am 30. April.
Auch für Jazzmusiker gibt es Studienangebote: So bietet die Universität der Künste Berlin in Kooperation mit der Hochschule für Musik Hanns Eisler seit dem Wintersemester 2005/06 erstmals den Studiengang Jazz mit dem Abschluß "Bachelor of Music (Jazz)" an. Künftige Musikstudenten sollten bereits fundierte Kenntnisse in Theorie und Praxis mitbringen, die auch bei der Aufnahmeprüfung bewiesen werden müssen. Die Bewerbungsfrist für das Jazz-Studium endet am 15. April.
Auch jenseits der Musikhochschulen gibt es Ausbildungsangebote zum Pop- oder Jazzmusiker
Die Angebote reichen vom Workshop über den Fernkurs bis hin zum mehrsemestrigen Lehrgang. So startet im Oktober an der Hamburg School of Music ein neuer Jahrgang in die zweijährige Ausbildung zum Live- und Studiomusiker. Kern der Vollzeitausbildung sind Instrumental- bzw. Gesangsunterricht und Bandtraining. Angeboten werden die Fächer Schlagzeug/Percussion, Gesang, Gitarre, Baß, Klavier/Keyboard und Saxophon. Fächer wie Studiotechnik, Produktion und Musikbusiness bereiten gezielt und praxisorientiert auf die vielfältigen Betätigungsfelder eines Berufsmusikers vor. Auch Filmmusik, Musical, Theatermusik und Werbemusik gehören zu den Ausbildungsinhalten. Weitere Schwerpunkte sind Ensemble-Training (Chor bis Bigband), Harmonielehre, Gehörbildung, Rhythmik, Komposition/Songwriting, Arrangement, Musikpädagogik, Methodik und Didaktik, "Stage Appearance" sowie Studio- und Produktionstechnik. Ergänzend zum Unterricht finden regelmäßig Workshops mit international renommierten Musikern statt.
Die Hamburg School of Music ist als einzige Berufsfachschule für Popularmusik in Norddeutschland anerkannt und Bafög-zugelassen. Profimusiker unterrichten die Stilrichtungen Pop, Rock, Jazz, Latin, Soul, R'n'B, Hiphop und Elektromusik. Zugangsvoraussetzungen sind sehr gute Kenntnisse in einem der Hauptfächer, Basiswissen in den Funktionsharmonik und Grundkenntnisse auf einem Nebeninstrument. Bewerbungsschluß ist der 30. April.
Zu den Bewerbungsunterlagen gehört ein Demo-Tonträger. Überzeugende Bewerber werden zur Aufnahmeprüfung eingeladen.
Marie-Thérèse Nercessian, www.welt.de
© StepStone, 2009
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