|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
MBA-Studiengänge: Vorsicht vor unseriösen AnbieternDer Wildwuchs bei den MBA-Programmen und der zunehmende Missbrauch des Titels drohen, den Ruf des international begehrten Abschlusses dauerhaft zu beschädigen.
Die Kehrseite der Medaille: Durch die steigende Nachfrage entstand ein Dschungel an Programmen höchst unterschiedlicher Güte und Ausrichtung. Weltweit mehr als 1500 Fulltime-, Teilzeit- und Executive-MBAs sowie ein Wirrwarr von Kooperationen zwischen neuen Anbietern und etablierten Business Schools erschweren die Suche nach der passenden Schule. Hinzu kommt, dass die Bezeichnung MBA nicht geschützt ist. Trittbrettfahrer haben leichtes Spiel - und das kostbare Kürzel wird durch den irreführenden Gebrauch zunehmend entwertet. Echte Qualität von MBAs Ursprünglich standen die drei Buchstaben für ein anspruchsvolles General-Management-Studium, gedacht für ehrgeizige High-Potentials mit akademischer Vorbildung und mehrjähriger Berufserfahrung. Die Zulassungsbedingungen waren hart, die Kosten fünfstellig, Anforderungen und Zeitaufwand der bis zu zwei Jahre dauernden Programme hoch. Zweitklassige Anbieter durchschauen Davon ist - abgesehen von den Gebühren - bei vielen der neuen Angebote kaum etwas übrig geblieben. Inzwischen werden schon Kurz-Workshops als MBA verkauft. Da bietet etwa ein ansonsten durchaus für seriöse Weiterbildung bekanntes Institut einen "Pharma-MBA" mit der minusrekordverdächtigen Dauer von ganzen drei Tagen an.
Viele Experten sehen auch die Flut fachspezifischer Kombi-Produkte mit dem MBA-Label kritisch. Ob Pharma, Finance oder Immobilienfinanzierung: Die Spezialisierungen widersprechen dem Sinn des Master of Business Administration, denn dieser ist ein Abschluss in allgemeiner Unternehmensführung. Autor: Jan Tiedge |
||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zurück Artikel empfehlen Drucken Newsletter bestellen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||