Wirtschaftsinformatik
Eine Sonderform der Informatik bildet die Wirtschaftsinformatik. Praktisch handelt es sich um zwei parallele Studiengänge. Die strategische Verbesserung der Unternehmensposition steht im Vordergrund. Hinzu kommt die Aufgabe, neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen.
Wirtschaftsinformatik bildet die Schnittstelle zwischen der Betriebswirtschaftslehre (BWL) und der Informationstechnologie (IT). Zu den Tätigkeitsfeldern gehört die Lösung betriebswirtschaftlicher Aufgabenstellungen durch die Entwicklung und den Einsatz geeigneter IT-Lösungen. Voraussetzungen für das Studium sind gute analytische und konstruktive Fähigkeiten.
Während Wirtschaftsinformatik häufig als Schwerpunkt der BWL oder der Informatik gelehrt wird, existiert in Münster ein eigenständiger Diplom-Studiengang. Einsatzgebiete liegen innerhalb der IT-Abteilung und an den Schnittstellen zur betriebswirtschaftlichen Abteilung. Aufgrund des interdisziplinären Charakters bieten sich vielfältige Spezialisierungsmöglichkeiten. Nach dem Boom zur Jahrtausendwende ging die Nachfrage an Wirtschaftsinformatikern allerdings stark zurück. Sie werden jedoch weiterhin gesucht - insbesondere Software-Entwickler, Programmierer und Spezialisten im Bereich der betriebswirtschaftlichen Software von SAP. Der Anstieg der Gehälter hat nach sprunghaften Zuwächsen nachgelassen. In der Regel wird aber weiterhin überdurchschnittlich verdient. Das Einstiegsgehalt liegt bei 40.000 Euro pro Jahr.
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