Versicherungswesen
Gegenstand des Studiums sind neben der Wirtschaftswissenschaft die Rechtswissenschaft, Mathematik (insbesondere Statistik und Stochastik) und Sozialwissenschaft. Sinnvolle Fächerkombinationen sind Bankbetriebslehre, Finanzierung und Wirtschaftsinformatik.
Beschäftigungsfelder ergeben sich vor allem bei Versicherern und Finanzdienstleistern im Vertrieb, in der Vermögensverwaltung, im Controlling sowie in den Personalabteilungen. Laut Bundesanstalt für Arbeit suchen Versicherungen vor allem für den Außendienst Absolventen - oft auf Provisionsbasis. Absolventen meiden jedoch diesen Bereich.
Alternative Beschäftigungsfelder finden sich bei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Unternehmensberatungen, die sich auf Versicherungsunternehmen spezialisiert haben und in allen Bereichen, die mit dem Thema Risikomanagement befasst sind. Gute Chancen haben Absolventen, die zusätzlich eine Ausbildung - am besten bei einer Versicherung oder Bank - absolviert haben. Der Abschlussnote und außeruniversitärem Engagement wird vergleichsweise wenig Bedeutung beigemessen.
Das Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft schätzt die Einstiegschancen für Absolventen aus dem Bereich Versicherungswesen positiv ein, mit steigender Tendenz.
Grund dafür ist laut Berufsbildungswerk der Abbau der sozialen Sicherungssysteme. Dadurch wächst der Bedarf an privaten Versicherungsangeboten und macht die Versicherungswirtschaft somit zu einem Zukunftsgeschäft. Die Zahlen des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft bestätigen diese Prognose: im Jahr 2003 verzeichnete die Versicherungswirtschaft ein Wachstum von 4,7%, für 2004 wird ein Wachstum von immerhin 3,5% erwartet. Damit liegt die Branche gesamtwirtschaftlich gesehen weit über dem Durchschnitt.
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