Informatik
Der Siegeszug der Computer hat auch der Informatik zum Durchbruch verholfen. Das Bild vom einsamen Hacker, der allein vor dem PC sitzt, entspricht längst nicht mehr der Realität. Teamarbeit steht im Vordergrund. Oft entsteht sogar die Diplomarbeit gemeinsam.
Mathematik in Maßen, aber nicht in Massen, heißt die Devise. Ohne ein gewisses Gespür für Mathe und Physik wird es jedoch schwer. Abstraktes Denken ist ebenso wichtig wie technisches Verständnis und Kreativität bei Lösungsansätzen. Ohne Englisch-Kenntnisse ist man sicherlich verloren.
Die Regelstudienzeit ist an der Universität neun bis zehn Semester - bei Abschluss mit dem Bachelor sechs bis sieben Semester. Durchschnittlich wird jedoch 14 Semester lang studiert. Das Studium an der FH ist ein bis zwei Semester kürzer und praxisorientierter. Uni- und FH-Absolventen sind in der freien Wirtschaft gleich angesehen. Studenten an der Berufsakademie müssen drei Jahre lang Studium und Beruf parallel bewältigen. Der Vorteil ist die praktische Arbeit im Wechsel mit dem Studium, der den Weg in den Job ebnet und gleichzeitig eine Ausbildungsvergütung sichert.
Die Zahl der Absolventen nahm bis 1997 auf 7.000 zu und sank danach kontinuierlich. Erst seit 2003 ist wieder mit einer steigenden Zahl von Abschlüssen zu rechnen. Bis 2005 werden die Absolventenzahlen schätzungsweise 10.000 betragen.
Nach dem Boom der IT-Branche war der Absturz zwar ähnlich spektakulär, aber eine Erholung ist erkennbar und trotz der wirtschaftlichen Probleme wird mit einem steigenden Bedarf an IT-Spezialisten gerechnet. Benötigt werden etwa 15.000 Absolventen jährlich, so der Branchenverband BITKOM.
Die zunehmende Ausstattung der Autos mit computergesteuerten Systemen schafft beispielsweise eine deutliche Nachfrage in dieser Branche. Die Wachstumsbranche Telekommunikation bietet ebenfalls vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Zukünftige Einsatzfelder sind insbesondere IT-Sicherheit, Systemintegration, Mobilfunknetze und Nachrichtentechnik.
Es herrscht zwar kein besonders großer Mangel an IT-Fachkräften mehr wie vor drei-vier Jahren. Dennoch sind die Jobaussichten gut. Zusatzqualifikationen erleichtern die Stellensuche, erste Kontakte sollten schon während des Studiums geknüpft werden. Die durchschnittlichen Einstiegsgehälter für Informatiker, Ingenieure und Naturwissenschaftler liegen laut einer Umfrage der IG Metall zwischen 41.205 Euro für FH-Absolventen und 46.550 Euro für Uni-Absolventen.
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