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Bewerbungsschreiben

Bewerbungsschreiben_450585549Erfahrene Personalverantwortliche entscheiden in nur wenigen Augenblicken, ob Ihre Bewerbung vielversprechend ist oder nicht. Sorgen Sie deshalb dafür, dass der Personaler an Ihrem Anschreiben haften bleibt. Wer einige Regeln befolgt, kann schnell überzeugen. Die Experten von StepStone zeigen Ihnen anhand kommentierter Beispiele, wie das optimale Bewerbungsschreiben aussieht.

Wenn ein Unternehmen neue Mitarbeiter sucht, werden die Personalverantwortlichen meistens mit einer großen Zahl von Bewerbungen konfrontiert. Selbst nachdem unpassende Bewerber herausgefiltert worden sind, bleiben eine Menge Kandidaten mit ähnlicher Ausbildung und vergleichbarem Werdegang übrig. Der Teufel steckt im Detail: Wie soll der Personaler den Kandidaten ermitteln, der am besten passt? Hier sind Sie als Bewerber gefragt: Sie müssen sich bestmöglich verkaufen und den Nutzen, den Sie Ihrem potenziellen Arbeitgeber bringen, präzise benennen.

Nutzen Sie das Anschreiben als Plattform für eine überzeugende individuelle Vorstellung Ihrer Person und Ihres Könnens.

Sagen Sie dem Personaler, was Sie von Mitbewerbern mit vergleichbarer Qualifikation unterscheidet und wo Ihre persönlichen Stärken liegen.

Heben Sie sich von Bewerbern ab, die unreflektiert vorgefertigte Musterformulierungen verwenden.

Vermeidbare Fehler

Denken Sie daran, dass die Personaler täglich etliche Bewerbungen lesen. Bei großen Unternehmen wie Siemens oder BMW gehen im Jahr mehrere 10.000 Initiativbewerbungen ein. Der Personaler muss also sofort erkennen, welcher Bewerber wirklichen Mehrwert bringt! Deshalb sollten Sie die folgenden gängigen Fehler vermeiden:

  • Keine Blindbewerbungen verschicken, sondern den richtigen Ansprechpartner ermitteln und in der Anrede persönlich ansprechen.
  • Nicht lang und blumig formulieren, sondern auf den Punkt kommen.
  • Nicht lediglich noch mal die Angaben des Lebenslaufs wiedergeben.
  • Unkonkrete Angaben vermeiden, sondern statt dessen deutlich machen, was Sie genau wollen und wo Ihre Stärken liegen.
  • Keine standardisierten, womöglich abgeschriebenen Formulierungen ohne wirklichen Aussagewert verwenden, sondern individuell formulieren.

Worauf es wirklich ankommt

Platzieren Sie Aussagen zu Ihren persönlichen Stärken ganz weit oben im Anschreiben.

Formulieren Sie positiv und zukunftsorientiert. Also lieber: "Die Bereitschaft mich schnell in neue Aufgabenfelder einzuarbeiten, bringe ich mit" statt: "Aufgrund längerer Arbeitslosigkeit ist mein Wissensstand nicht mehr ganz aktuell".

Zu viele Konjunktive vermitteln einen unsicheren Eindruck und sollten deshalb vermieden werden. Schreiben Sie "auf ein persönliches Gespräch freue ich mich" und nicht " über ein persönliches Gespräch würde ich mich freuen".

Untermauern Sie Ihre Angaben mit Fakten, z.B. nachweisbaren beruflichen Erfolgen. Nennen Sie statt gängiger Standardformulierungen wie "Organisationstalent, Engagiert, Belastbar" lieber Beispiele, die dies belegen. Zum Beispiel: "Ich habe erfolgreich internationale Projekte geleitet, in denen die Vorstellungen unterschiedlicher Unternehmensgruppen zu einem gemeinsamen Ziel vereinbart werden mussten." Oder: "Mein Organisationstalent habe ich bei der jährlichen Ausrichtung des Kundenevents XY bewiesen, bei dem ich für den Ablauf der Abendveranstaltung für 500 Gäste verantwortlich war."

Informieren Sie sich vorab gut über das Unternehmen. Mit diesen Fakten können Sie im Anschreiben trumpfen. Wenn Sie sich erkundigen, an wen Sie Ihre Unterlagen am besten schicken, können Sie diesen Kontakt  bereits für eine erste kurze Vorstellung nutzen und einige Fragen klären, die Sie zu dem Unternehmen haben. So zeigen Sie nicht nur Interesse, sondern haben auch einen optimalen Einstieg für Ihr Bewerbungsschreiben, in dem Sie sich auf das Telefonat oder die erfragten Fakten beziehen können.

Formulieren Sie kurz und prägnant: Was ist wirklich wichtig - überlegen Sie es sich genau! Der Personaler möchte Sie kennen lernen. Sagen Sie also etwas zu Ihrer Person. Beschreiben Sie Ihre wesentlichen Charakterzüge, auf die Ihr zukünftiger Arbeitgeber bauen kann. Was haben Sie bislang beruflich erreicht, worauf sind Sie stolz und was sind Ihre beruflichen Ziele? Arroganz und Übertreibungen sind nicht angesagt, aber Sie sollten Ihr Licht auch nicht unter den Scheffel stellen, sondern Ihre Stärken konkret benennen.

Überprüfen Sie abschließend, ob Ihr Anschreiben folgende Fragen aussagekräftig und in wenigen Augenblicken beantwortet:

  • Was sind Ihre Qualifikation und Stärken?
  • Warum sollte ein Unternehmen gerade Sie einstellen?
  • Warum möchten Sie in diesem Unternehmen arbeiten?

Beispiele* und Kommentare

Mit einer Initiativbewerbung bewerben Sie sich zwar bei einem konkreten Unternehmen, aber nicht auf eine ausgeschriebene Vakanz. Das macht die Bewerbungssituation schwieriger, weil Ihnen so weniger Informationen zur Verfügung stehen.
Deshalb ist es besonders wichtig, Ihre persönlichen Ziele und Fähigkeiten überzeugend darzustellen. Um Sie dabei zu unterstützen, haben die Spezialisten von StepStone auf der Grundlage ihrer langjährigen Erfahrungen eine ganze Reihe repräsentativer Bewerbungsschreiben* für Sie zusammengestellt. In diesen fiktiven Anschreiben kommentiert StepStone exemplarisch alle Vorzüge und Schwachpunkte und zeigt Ihnen so anhand aussagekräftiger Beispiele, welche Fehler vermeidbar sind und was Sie beachten sollten, wenn Sie Ihr individuelles Anschreiben erstellen. Hierbei darf man nicht vergessen, dass es nicht für alles allgemeingültige Regeln gibt und die Personalverantwortlichen auch stets aus ihrer subjektiven Perspektive urteilen!

Thema Gehalt:

Die Angabe des Gehaltswunsches ist bei Initiativbewerbungen schwierig, dennoch ist es ein wichtiger Richtwert für den Personaler zu wissen, wo Sie sich gehaltlich einordnen. Wenn Sie sich über das Gehaltsgefüge in der angestrebten Firma unsicher sind, hilft es, das aktuelle Gehalt zu nennen. Da der Gehaltswunsch von vielen Faktoren wie Region, Unternehmensgröße, Qualifikation etc. abhängt, haben wir diesen Aspekt in den fiktiven Anschreiben unbeachtet gelassen.

©StepStone